Toblinger Knoten, 2617 m
Der Toblinger Knoten beherrscht zusammen mit dem steilen, weiter im Westen aufragenden Felszahn des Schwabenalpenkopfs die nach Norden zum Innerfeldtal abgedachte Karstfläche des Zinnenplateaus.
Der untersetzte, zweigipfelige Felsturm über dem Sextener Stein, im Dreieck zwischen Gwengalpenjoch, Innichriedl und Toblinger Riedl, unweit der Drei-Zinne-Hütte gelegen, ist zwar neben den eindrucksvollen, höheren und berühmteren Gipfeln in seiner unmitttelbaren Nachbarschaft relativ klein und unbedeutend. Zwei gesicherte Anstiege an dieser vorzüglichen, rundherum freistehenden Aussichtskanzel schaffen jedoch genügend Anreiz zu deren Besteigung.
Klettersteig-Überschreitung
Der luftige Leiternansteig im norseitig-schattigen, etwa 100m hohen Kamin zwischen senkrechten Wänden und der einfachere Feldkurat-Hosp-Klettersteig als Abstieg über die leichten Felsstufen der Nordostflanke ergeben eine kurze, sehr anregende Überschreitung.
Charakteristik
Nach kurzem Zugang von der Drei-Zinnen-Hütte zum Einstieg führt der Anstieg an der Nordseite über eine Serie nahezu senkrecht angebrachter Leitern zum Gipfel. Der stellenweise auch etwas luftige, mit Drahtseil gesicherte Abstieg verläuft über gut gestufte Fels an der als Grat auslaufenden Nordostflanke.
Ausgangspunkt
Parkplatz beim Rifugio Auronzo (2320 m)
Anforderungen
Anstieg: 390 mH
Abstieg: 390 mH
Gehzeit: ca. 4,5 Std.
Zugang
Auf dem viel begangenen Fahrweg zum Paternsattel (2454 m) und weiter auf breitem Steig quer durch das westseitige Paternkofelkar zur Drei-Zinnen-Hütte (2405 m). Nördlich des Hütte auf Steig am Ostabhang des Sextener Steins entlang, links hinauf über den Trennsattel, an der Südwestseite entlang und rechts herum zum Einstieg am Geröllhang am Fuß der Nordwand (2510 m)
Verlauf des Klettersteiges
Über leichte Felsstufen einer Verschneidung zur Schutterrasse am Beginn der Leitern. Entlang einer längeren, nicht unterbrochenen Serie von gut befestigten Eisenleitern (neben den teils noch hängenden, verfallenen Holzleitern aus dem Ersten Weltkrieg) im Kamin über den zusätzlich mit einem Sicherungsdrahtseil versehenen Anstieg zum Trennspalt zwischen den Gipfeln. Nach kurzer Querung nach links an den restlichen Leitern zum nicht sehr geräumigen Gipfelgrat (2617 m)
Abstieg
An der Nordostflanke über gut gestufte Felsen auf dem mäßig schwierigen, teils aber luftigen, gut gesicherten und mit rotem Dreieck markierten Feldkurat-Hosp-Klettersteig zum Geröllkamm, der im Innichriedl-Sattel ausläuft. Dort rechts, südostwärts, auf gutem steig zum Bereich der Drei-Zinnen-Hütte am Toblinger-Riedl-Sattel (2405 m).
Rückweg
Auf dem schon beim Zustieg begangenen Weg über den Paternsattel (2454 m) zum Parkplatz beim Rifugio Auronzo (2320 m) |