Alpini-Steig
Die „Strada degli Alpini“, ein italienischer Kriegsweg, verläuft auf Bändern vom Inneren Loch nördlich unter dem Giralba Joch, anfangs an senkrechten Wänden entlang, dann um das Elfermassiv nordseitig herum bis zur Sentinella-Scharte. Der Klettersteig-Höhenweg gilt an der Westseite als unschwierig. An der schattigeren, rauen Nordostflanke des Elfers hängt die Begehbarkeit vom Zustand der noch vorhandenen Lawinenreste ab. Bei abweisenden Verhältnissen kann über die Elferscharte abgestiegen werden.
Ausgangspunkt
Carducci Hütte (2297 m)
Anforderungen
Anstieg: 490 mH
Abstieg: 1200 mH
Gehzeit: ca. 5 Std.
Zugang
Ab Carducci-Hütte (2297 m) am Südabhang auf breitem Fußweg in Kehren zum Giralba-Joch (2431 m). Nordseitig knapp unterhalb von diesem rechts abzweigend, und auf Steig (Mark. Blau-grün) im flachen Gelände des Hochleist zum Steig Mark. 101 (viel begangener Zustieg ab Zsigmondy-Comici-Hütte). Über schrofige Felsbuckel absteigend (Abzweigung des Anstieges zur Hochbrunner Schneid) zum Kar unter dem Felskessel im Inneren Loch (Wand mit Wasserfall) und zum Ansatz des Bandes „Cengia della Salvezza“ am Beginn des Alpini-Steiges (2380 m, ca. 1 Std.)
Verlauf des Klettersteiges
Auf dem schmalen, luftigen Band (Drahtseile) an senkrechter Wand um den Mitria-Turm herum, unter einem Felsdach quer durch den tiefen, besonders eindrucksvollen, dunklen Kamin (an senkrechter Wand ausgehauener Gang). Nach Querung der Eisfüllung im innersten Grund (ausgehackte Stufen) auf gesicherten Schichtbändern zum Äußeren Loch (eindrucksvoller Felskessel).
Die meist gut gespurte Querung des Firnfeldes im Schluchtgrund führt zur Wand gegenüber. Man folgt dem Band um die Kante des Elferturms herum zur großen Schuttabdachung an der Westseite des Elfers. In Kehren zwischen Felsblöcken, dann nordwärts im Kar ansteigend, erricht man die breite Terrasse oberhalb der Elferscharte am nördlichen Grataufschwung des Elfers (2620 m, 1,25 Std)
Der mit neuen Drahtseilen (1992) gesicherte Steig verläuft auf markanten Schichtbändern und kurzen Holzstegen unter der teils überhängend abbrechenden Nordostwand des langgestreckten Elfer-Gipfelgrates entlang (im Frühsommer an der Oberkante der steil abfallenden Lawinenkeile). Nach Abstieg an einer Schrofenrampe gelangt man zum großen, bis zum Grat hinauf eiserfüllten Couloir Coutandin.
Die Drahtseile führen an der Schluchtmündung über steile, luftige Klammerleitern (manchmal vom Lawinenabgang beschädigt) hinauf und weiter im steilen Fels auf ausgesetzten Bändern entlang. Abschließend erreicht man, am Schrofenhang auf neu trassiertem Steig in Kehren rechts ansteigend (Markierung), dann kurz abwärts, die Sentinella-Schart (2717m, 0,45 Std)
Abstieg
Auf rutschigem Steig in Kehren über das anfangs sehr steile Karde Vallon Popera (Vorsicht im Frühsommer am Firnhang!), dann am langen Moränengrat zum Grasgelände und am romantisch gelegenen Laghetto di Popera vorbei zum Rifugio Berti (1950 m, 1,5 Std.)
Talabstieg
Auf dem Anstiegsweg zum Rifugio Lunelli (1568 m, 0,45 Std.) |