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Toblach Dobbiaco Hochpustertal Alta Pusteria Dolomiten Dolomiti Dolomites Südtirol Alto Adige South Tyrol Italien Italia ItalyVon unzähligen Generationen von Weinbauern wurde Südtirol als traditionsreiches Weinland mitgestaltet und geprägt.
Im Norden bilden die Alpen einen schützenden Wall vor kalten Winden. Von Süden her macht sich der milde mediterrane Einfluss bemerkbar. An die durchschnittlich 1.800 Sonnenstunden sorgen jährlich mit Temperaturmittelwerten von knapp 18 Grad Celsius dafür, dass sich die Weinrebe hier ausgesprochen wohl fühlt.
Eine gute Verteilung der Niederschlagsmengen sowie lockere, gut durchlüftetet und leicht erwärmbare Böden - vorwiegend Kalkböden und Ablagerungen von eiszeitlichen Moränen und von Flüssen - tragen zur hohen Traubenqualität bei.
Selbstverständlich beeinflussen auch die verschiedenen Lagen von den Talböden bis hinauf auf 1.000 Meter Meereshöhe, deren Ausrichtung von Ostlagen über Süd- bis Westlagen, die jeweilige entsprechende Sonneneinstrahlung und Durchlüftung sowie die Bodenbeschaffenheit die Weinqualität. All dies trägt wesentlich zur geschmacklichen und qualitativen Differenzierung innerhalb der verschiedenen Lagen- und Sortenweine aus den verschiedenen Südtiroler Anbaugebieten bei.
   
Toblach Dobbiaco Hochpustertal Alta Pusteria Dolomiten Dolomiti Dolomites Südtirol Alto Adige South Tyrol Italien Italia Italy Neben den idealen klimatischen Faktoren - richtige Temperaturen, ausreichende Niederschläge und viel Sonnenschein - sind es vor allem die Böden, die der Rebe zu qualitativ hochwertigen Trauben verhelfen. Beide zusammen, Klima und Boden stehen in enger Beziehung zueinander und beeinflussen gemeinsam das Wachstum der Rebe.
Die Böden im Weinbau werden allgemein in leichte, mittelschwere und schwere Böden eingeteilt, je nach der Größe der Sand- und Gesteinsteilchen, die in ihnen mengenmäßig vorherrschen. Knapp 13 Prozent der Südtiroler Weinbauflächen machen die leichten Böden aus. Wegen ihres geringen Gehaltes an Ton und lehmiger Erde sind die leichten Böden sehr wasserdurchlässig und haben dank ihres lockeren Materials eine ausgezeichnete Durchlüftung.
Die mittelschweren Böden machen rund 70 Prozent der Südtiroler Weinbaugebiete aus. Sie bestehen aus Ablagerungsmaterial und Moränenschutt, vermischt mit Ton und lehmiger Erde und besitzen genügend Speichervermögen für Wasser. Ihre Durchlüftung ist aufgrund ihrer kompakteren Struktur geringer als bei den leichten Böden.
Rund 17 Prozent der Südtiroler Rebgärten schließlich haben schwere Böden, wie sie vornehmlich bei Tramin und Kurtatsch am Fuße des Mendelgebirges anzutreffen sind. Ihr starker Gehalt an Ton und sandigem Lehm gibt ihnen eine hohe Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe.
   
Die Pergel ist nach wie vor besonders in den Hanglagen die klassische Erziehungsform der Südtiroler Reblandschaft. Die Pflanzabstände sind aber heute bei Neuanlagen laut Empfehlung des Beratungsringes so zu wählen, dass eine optimale Sonneneinstrahlung, Durchlüftung und Bearbeitung möglich sind. Doppelpergeln und Bögen werden aus diesen Gründen ganz abgelehnt. Bei allen Rebsorten, mit Ausnahme vom Vernatsch, setzt sich in den Ebenen und in leichten Hanglagen immer mehr die aus Frankreich übernommene Drahtrahmen-Erziehung, auch Guyot-System genannt, durch. Engere Stockabstände belasten die Einzelrebe weniger und begünstigen dadurch eine bessere und gleichmäßigere Qualität.

Von der Traube zum Wein
  
Toblach Dobbiaco Hochpustertal Alta Pusteria Dolomiten Dolomiti Dolomites Südtirol Alto Adige South Tyrol Italien Italia Italy Die Weinlese, das "Wimmen" fällt in Südtirol normalerweise in die Wochen von Mitte September bis Ende Oktober. Der genaue Lesezeitpunkt richtet sich dabei nach dem Reifestadium der Trauben und kann von Lage zu Lage und von Sorte zu Sorte sehr unterschiedlich sein.
Das Traubengut wird bei der Anlieferung vom Kellermeister sorgfältig kontrolliert und je nach Güteklasse und Lage auf verschiedene Gärbehälter verteilt. Je nachdem, ob es sich um Weiß-, Rosè- oder Rotweine handelt, ist die weitere Verarbeitung des frischen Mostes ganz verschieden. Bei den Weiß- und Rosèweinen wird der Traubensaft sofort abgepresst und von der Trester (Schalen, Kerne, Stiele und Stängel) getrennt vergoren. Die Vergärung der Rotweine hingegen erfolgt auf der Trester, um, je nach Sorte, Weine mit entsprechendem Körper und entsprechender Farbe zu erzielen. Die Dauer der Gärzeit variiert im Normalfall zwischen acht und 14 Tagen.
    
Nach erfolgter Vergärung sind die Kellermeister darauf bedacht, den Wein richtig auszubauen und reifen zu lassen. Bei den meisten Weißweinen sowie beim Südtiroler Vernatsch sind die fruchtigen Aromen und die lebendige Frische wesentliche Merkmale, die es beim Ausbau im Keller zu erhalten und zu fördern gilt. Die kurze Lagerung in großen Holzfässern und Stahltanks eignet sich dazu am besten. Für eine längere Lagerung im Holzfass, sowohl in großen als auch in den kleinen französischen Eichenfässern, den Barriques, kommen nur ganz bestimmte Weißweine sowie die gehaltvollen Rotweine vom Lagrein über den Blauburgunder, Merlot und Cabernet in Frage. Diese können nach zweijähriger Lagerung im Holzfass als Riservas auf den Markt kommen.
    
Nach der notwendigen Reifezeit wird der Wein in Flaschen gefüllt, in denen er je nach Bedarf noch von einigen Wochen bis zu einigen Monaten lagert. Dann erst kommt der Wein in den Handel. Die eine Flasche frisch zum Trinken und zum Genießen bereit, die andere noch für längere Lagerung und Reifung im eigenen Keller bestimmt.
Ein Grundgesetz hatte in Südtirols Kellern immer schon besonderes Gewicht: Der Wein wird trocken, das heißt ohne Restsüße ausgebaut. Das gilt für alle Erzeugnisse. Ausgenommen sind nur die eigens bezeichneten Dessert- bzw. Süßweine sowie der halbtrocken ausgebaute Gewürztraminer.

Wein- und Rebsorten
    
In 52 von 116 Gemeinden des Landes wird erwerbs- mäßig Weinbau betrieben. Vielfältig wie die Landschaft ist in Südtirol auch das Rebsortiment. Es ist das Ergebnis des außergewöhnlichen Zusammenspiels von Klima- und Bodenbeschaffenheit in den unterschiedlichsten Kleinlagen. Gleich drei wichtige Rebsorten haben ihren Ursprung und ihre Heimat in Südtirol: der Vernatsch, der typische und am meisten verbreitete Südtiroler Rotwein, der Gewürztraminer der inzwischen in aller Welt zu Hause ist sowie der Lagrein Dunkel, der Südtiroler Wein mit internationalem Format.
Seit über hundert Jahren werden in Südtirol aber auch alle anderen wichtigen klassischen Rebsorten angebaut. Blauburgunder, Merlot, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc fühlen sich hier genauso heimisch wie die weißen Sorten Weißburgunder/Pinot bianco, Chardonnay, Ruländer/Pinot grigio, Sylvaner, Müller-Thurgau, Riesling, Sauvignon, Grüner Veltliner oder Kerner. Der beliebte Rosenmuskateller, eine weitere Südtiroler Spezialität, sowie der Goldmuskateller runden als Süßweine das Bild ab.
    
An die 300.000 bis 400.000 Hektoliter Wein werden in Südtirol jährlich erzeugt. 65 Prozent davon sind Rotweine, 35 Prozent Weißweine. An die 80 Prozent der Rotweine werden aus den heimischen Vernatsch-Trauben in all ihren Spielarten produziert. Bei den Weißweinen stehen Weißburgunder und Chardonnay mit über 50 Prozent Mengenanteil an der Spitze.
    
Hinzu kommen jährlich an die 200.000 Flaschen Südtiroler Qualitätssekt, der aus den Rebsorten Weißburgunder, Chardonnay und Blauburgunder nach dem klassischen Flaschengärungsverfahren zu hochwertigem Sekt verarbeitet wird.

Qualitätsbestimmungen
   
Seit 1963 sind in Südtirol Anbau, Erzeugung und Vermarktung der Weine unter strengen gesetzlichen Schutz gestellt, unter die DOC-Regelung (DOC= Denominazione di Origine Controllata - im deutschen Sprachgebrauch Q.b.A. = Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete). 98,8 Prozent der gesamten Südtiroler Weinbaufläche stehen heute unter DOC-Schutz. Südtirol steht damit Italienweit an einsamer Spitze.
Diese Bezeichnung schützt zum einen den Produzenten vordem Missbrauch der Ursprungsbezeichnung und zum anderen den Verbraucher durch die Garantie der Herkunft des Weines.
    
Alle Weine aus einem DOC-Gebiet unterliegen strengen Qualitätskontrollen. Das beginnt bereits im Weinberg, wo die Höchstertragsmengen je Rebsorte in Doppelzentnern pro Hektar genau festgelegt sind. Bei den Erzeugervorschriften werden jeweils der natürlicher Mindestalkoholgehalt, der Mindestalkoholgehalt im Konsum, der Mindestsäurewert sowie der Mindestwert an zuckerfreiem Extrakt vorgeschrieben. Durch chemische und organoleptische Analysen wird die Einhaltung dieser Vorschriften regelmäßig überprüft. Bestimmte Rotweine wie Blauburgunder, Lagrein oder Cabernet können nach zweijährigem Ausbau und entsprechender Lagerung im Holzfass mit der Zusatzbezeichnung "Riserva" versehen werden.
    
Für alle Weinfreunde, die noch mehr über diesen ganz besonderen "Saft" wissen wollen empfehlen wir die Internetseite www.suedtirolerwein.com! Hier finden Sie alles, was den Weingenuss vollkommen macht!

Die Bilder werden uns freundlicherweise von der Kellerei Kaltern zur Verfügung gestellt. 

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zur Verfügung gestellt von
Hotel Rosengarten - Fam. Alexander Strobl
Pustertaler Straße 15, I-39034 Toblach
Tel. 0039 0474 972458 - Fax 0039 0474 972065 - E-mail: info@dobbiaco.com